Walter Andreas Müller
Biografie
Geboren am 3.September 1945 in Zürich. Erwarb sich, nach seiner Ausbildung zum Verlagskaufmann (MUSIK-HUG), die Grundlagen seines heutigen Berufes an der damaligen Schauspiel-Akademie in Zürich (1966 - 69) Heute: Hochschule für Theater. Anschließend Deutschland-Aufenthalt im festen Engagement an den Bühnen von Rendsburg, Bielefeld und Köln.

Nach der Rückkehr in die Schweiz (1972), wirkte er mehrere Jahre am Zürcher Theater an der Winkelwiese, wo er mit namhaften Regisseuren zusammenarbeitete (u.a. Wladimir Herman, Jaroslav Gillar und Jan Grossman vom "Theater am Geländer", Prag).

Seit 1975 ist er freischaffender Schauspieler, Kabarettist, Radio-Moderator und war in unzähligen Produktionen von Komödien, Musicals und Stücken an verschiedenen Schweizer Theatern zu sehen; vom Zürcher Hechtplatz- über das Bernhard-Theater, das Theater für den Kanton Zürich, Theater Basel, Atelier Theater Bern, Stadttheater St. Gallen u.a.

Ein paar ausgewählte Stationen:

1978/86/88 „Die kleine Niederdorfoper“ im Corso-Theater Zürich, "Hotel Happy End", Musical von Hans Gmür, "Der Kontrabass" von Patrick Süskind (Regie: Kurt Schwarz) sowie "Autobus S" von Raymond Queneau (Regie: Michael Wedekind) am Atelier Theater Bern und am Frankfurter "Theater im Zoo". "Vier Fenster zum Garten" von Barillet/Grédy am Sommertheater Winterthur. 1994/95 wiederum am Atelier Theater Bern: "Geteilte Freude", Komödie von Peter Yeldham mit Gabi Gasser (Regie Stefan Huber), und “Ein schöner Schwede”, von Laurence Jyl, mit Sylvia Silva. Von Silvester 1999 bis Neujahr 2001 unter der Regie von Robert Herzl am Stadttheater St. Gallen erfolgreich den Gefängniswärter Frosch (erstmals in Schweizerdeutscher Fassung!) in der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. Dazwischen, im Oktober 2000, wieder einmal eine „ernste“ Rolle: Den Medientycoon „Ted“ (Turner) in „Norman plays Golf“ von SAMIR im Zürcher Theaterhaus Gessnerallee, zusammen mit Tatja Seibt, Norbert Schwientek, Mike Müller, Urs Bosshardt, u.a.

Im Juli/August 2001 drehte er in einer Hauptrolle (Regierungsratskandidat Andreas Fröhlich) für die C-Film (P.C.Fueter) einen grossen Fernseh-Film „Big deal“ (Regie: Markus Fischer) (ausgestrahlt: 17.2.2002, SF DRS1). Im ersten Halbjahr 2002 lief eine Kriminal-Komödie von Hans Gmür „Kongress der Detektive“ (in 6 verschiedenen Rollen!):. im Zürcher Hechtplatz-Theater. Darauf folgte die erfolgreiche Eröffnungs-Produktion des CASINOtheater Winterthur mit 18 ausverkauften Vorstellungen (in der Rolle von Bundesrat Samuel Schmid).

Im weiteren ist immer noch eine Eigenproduktion des Stückes von David Mamet geplant: A life in the theatre, und zwei musikalisch unterschiedliche Orchester-Produktionen als Erzähler im musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ (Prokofjev).

Die Saison 2002/2003 begann er am 11. September in der „tuchlaube“ Aarau mit der Uraufführung von Thomas Hostettler’s Dialektbearbeitung von Samuel Becketts „Endspiel“ in der Hauptrolle des „Clov“ - zusammen mit Jörg Schneider als „Hamm“ (mit anschliessenden rund 50 Vorstellungen in Basel, St. Gallen und im Hechtplatz-Theater in Zürich). - Ab Dezember 2002 folgte dann die Fortsetzung der CH-Tournee der Krimi-Komödie „Kongress der Detektive“. Im Mai 2003 spielte er in der Operette „Blume von Hawei“ im Zürcher Hechtplatztheater mit. Seit Anfangs 2004 steht er mit dem Stück "Das Gästebuch" auf der Bühne. Auch in diesem Stück spielt er wieder verschiedene Rollen.

Bei SF DRS war WAM bis Ende 1993 während fast 7 Jahren als "Adam Chifler" in der Sendung TRAUMPAAR dabei, bis Ende 2002 regelmäßig als gefragter Politiker-Parodist in "Viktor's Spätprogramm", im SFDRS-„EM-Sport-Studio2000“ 17 Mal äusserst erfolgreich als Parodie des FCZ-Trainers Gilbert Gress, am 2. Januar 2001 im „Kassensturz“ als Hans Räz-Parodie, oder als Moderator der mehrteiligen TV-Sommersendung "Souvenirs", ferner mit dem erfolgreichsten Personality-Porträt „Schweizerlacher ‘97“, und ist - zusammen mit Ursula Schaeppi - Preisträger der beiden prestigeträchtigen TV-Publikums-Auszeichnungen: Prix Walo und TV-Tell.

Seit 1994 war er dann in der ersten Sitcom-Serie von SF-DRS: „Fascht e Familie“ (von Charles Lewinsky) zu sehen: Als Kellner Hans Meier, - eine der Hauptrollen. Die erfolgreichste Serie von SF DRS (sogar zweimal mit dem Prix Walo 1995 ausgezeichnet!) wurde im Oktober 1999 nach 100 Folgen abgeschlossen und wurde bereits nochmals auf SF1 am Sonntag Nachmittag wiederholt. (Regisseure waren vor allem Norbert Schultze jun., Michael H. Zens und Stefan Huber.

Neben der Theaterarbeit hat er ab 1975 eine rege Radio- und Fernseh-Tätigkeit als Sprecher, Moderator und Kabarettist aufgebaut.

Bei Schweizer Radio DRS1 u.a. jahrelang als beliebter Moderator der Frühsendung "Guten Morgen" bis September 1999, seither am Samstagnachmittag in der Sendung „Schwiizer Musig“, und im montäglichen „Wunschkonzert“ sowie (zusammen mit Birgit Steinegger) als Interpret in der Kabarett-Satire-Rubrik "Zweierleier", welche im November 1999 mit über 350 Sendungen ihre 15jährige ununterbrochene Laufzeit feierte.

Ferner wurden für die WARO-Kette Spots kreiert mit 11 verschiedene Figuren, und in der schweizerdeutschen Fassung der erfolgreichen Kinofilme „Babe“ und „Babe II“ hat er die Ente Ferdinand synchronisiert.

IIm September 2002 wurden im Auftrag von SF DRS 6 TV-Spots produziert (Autor: Markus Köbeli) für die BILLAG, zusammen mit Partnerin Birgit Steinegger.

Nebst zahlreichen Theatertourneen tritt er häufig an grossen Anlässen und Galas als Politiker-Parodist auf, mit massgenschneiderten kabarettistischen Reden. Sei es als Christoph Blocher, Flavio Cotti, Jean Ziegler, oder als Bundesrat Moritz Leuenberger.

Er ist auf verschiedensten Märchenkassetten gefragter Interpret diverser Figuren, so als "Globi" (seit 1976!), als Erzähler bei "Jim Knopf", als Alp-Öhi in einer „Heidi“-Produktion, im „Dschungelbuch“, „Konferenz der Tiere“ von Hans Gmür (sämtliche Tierstimmen!) sowie bei diversen Radio DRS-Kindersendungen (u.a. "Kater Mikosch", „De Oskar leit es Ei“, „Aladin und die Wunderlampe“). Im Oktober 2000 erschien die Produktion „Globi im Europa-Park“, erstmals selber geschrieben, gesprochen und inszeniert. Gleichzeitig ist eine CD mit einer grossen Auswahl von Liedern aus 25 Jahren Globi-Produktionen erschienen („Globi-Hits“). Ferner ist im Herbst 2000 eine CD-Reihe bei Tyrolis Musik, Eschen/FL begonnen worden: „Der kleine Riese“ (in eigener Dialektbearbeitung, und als Erzähler/Sänger). Bisher: „Gute Nacht, kleiner Riese“, „Der kleine Riese geht in die Schule“ (unter Mitwirkung des Kinderchores „Orchesterplausch“ aus Heiligkreuz), „Der kleine Riese und der Computer“ Es folgt: „Frohe Weihnachten, kleiner Riese!“ Und in der Globi-Reihe zuletzt: „Globi im Schlaraffenland“ (Juli 2002).

Im September 2001 hat WAM ferner bei der CD-Produktion (Tudor) des Musicals „Heidi“ von Emil Moser/Jörg Schneider in der Rolle des Sebastian mitgewirkt. (Song: „Ach die gute Rottenmeier!“) und das Musical-Medley „Jim Knopf & Co.“ wurde ebenfalls kürzlich als CD produziert (Universal), unter Mitwirkung des renommierten Zürcher Kammerorchesters.

Schließlich, auf wiederum ganz andere Weise, wirkte er als Erzähler in einer spannenden Produktion von "Zwei japanischen Märchen" des Schweizer Komponisten Walther Giger, zusammen mit dem schweizerisch-japanischen "Orches'Trio" (Violine, Gitarre und Kontrabaß). Diese Produktion wurde ebenfalls auf CD veröffentlicht und wird immer wieder, sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland, mit großem Erfolg live aufgeführt.

Als Rezitator hat er in Zürich-Wollishofen (Herbst 2000) Texte von Albert Ehrismann gelesen, begleitet vom bekannten Flötisten Werner Zumsteg, ferner zusammen mit dem Zürcher Orchester „nota bene“ drei äusserst erfolgreiche Halloween-Konzert-Abende gestaltet, mit Texten von Ulrich Knellwolf. Anfang Mai 2002 folgten Konzerte von „Carnaval des animaux“ und „Der Teddy und die Tiere“ u.a.(wiederum als Erzähler und Dialekt-Übersetzer) mit dem Aargauer Kammerorchester unter Leitung von Cristoforo Spagnuolo, im Rahmen des „Musikalischen Mai“ in Baden und Aarau.

Ab dem 23. Oktober 2005 ist er im Stück "Showboat" im Stadtheater Bern zu sehen.